Was ist sensorische integration? 

Sensorische Integration bezeichnet das Zusammenspiel unseres Nervensystems.

Über unsere Sinne gelangen Reize in unser Nervensystem, werden dort gespeichert, sortiert und gegenübergestellt. Darauf folgt dann eine Reaktion, in der Regel in Form von Bewegung oder einer angemessenen Verhaltensreaktion.

Ein ausgewogenes Zusammenspiel aller Sinne in Verbindung mit Bewegung ist die Grundlage für höhere Funktionen (wie Sprache, Lesen, Schreiben, kognitive Leistungen, Rechnen , emotionale Stabilität), das Fundament jeglichen Lernens.

 

Die drei folgend beschriebenen Sinnessysteme (die Basissinne) sind dabei die Grundlage für das Zusammenspiel der Sinne:

  • TAKTILES SYSTEM (Tastsinn, System der Haut)
  • PROPRIOZEPTIVES SYSTEM (System der Tiefen- und Eigenwahrnehmung)
  • VESTIBULÄRES SYSTEM (Gleichgewichtssystem)

Eine Störung dieser Basissinne zeigt sich durch eine Über- oder Unterempfindlichkeit bei der Reizaufnahme bzw. Reizverarbeitung und der Reaktion (=Antwort auf die entsprechende Anregung).

 

Arbeiten die beschriebene Sinne gut miteinander, geben sie dem Kind für die weitere Entwicklung Sicherheit!

 

Ein Beispiel im taktilen Bereich:

Die Haut ist überempfindlich - die Kinder sind sehr schmerzempfindlich, es gibt Probleme beim An- und Ausziehen, Probleme mit kratziger Kleidung, die Kinder wollen nicht barfuß laufen, mögen keine klebrigen Sachen an Finger und Mund,...

Die Haut ist unterempfindlich - die Kinder sind Hitze und Kälte unempfindlich bis hin zur generellen Schmerzunempfindlichkeit, haben Schwierigkeiten beim Abgrenzen, wirken scheinbar distanzlos, ecken häufig an Gegenständen und Personen an, ...

 

Dies ist nur ein kleines Beispiel aus dem breiten Spektrum der Wahrnehmungsstörungen und es wird deutlich erkennbar, wie schwer es ein Kind haben kann, sollte dies nicht erkannt werden.

Gezielte und individuelle Förderung kann ihrem Kind helfen!